Rückblick auf Montag, 30.8.2010

Lesung mit Bänz Friedli

Der gebürtige Berner lebt als Hausmann und freier Autor mit seiner Frau und den beiden Kindern in Zürich. Nach 25 Jahren auf Radio-, TV- und Zeitungsredaktionen, zuletzt bei «Facts», war er des nervösen Medienbetriebs müde, seit 2005 ist Friedli daher vorwiegend «Hausfrau» und schreibt darüber Kolumnen. Soweit es sein Job als Desperate Househusband erlaubt, ist er daneben für «Rolling Stone», die «NZZ am Sonntag», «Das Magazin» und die Samstagssatire «Zytlupe» auf DRS1 tätig.

«Findest du mich dick?», fragt Bänz Friedli in seiner neuen Kolumnensammlung und dem neuen Bühnenprogramm, und natürlich meint der Hausmann der Nation sich selbst – wie meist in seiner wöchentlichen Rubrik im «Migros-Magazin», der meistgelesenen Kolumne der Schweiz. Zusammengefasst ergeben Friedlis Texte aus den Jahren 2007, 2008 und 2009, urkomisch und lebensecht, ein Journal der laufenden Ereignisse – sie zeigen, wie die grosse Welt in den Familienalltag hineinwirkt. Auch in seinen satirischen Lesungen nimmt Friedli stets Bezug auf aktuelle Ereignisse.
Warum verdankt Barack Obama seine Wahl der beliebten Kinderfigur «Bob der Baumeister»? Was könnten Investmentbanker von Hausfrauen lernen? Und: Haben Hausmänner überhaupt noch Sex? Bänz Friedli beantwortet diese Fragen. «Ein federleichtes Vergnügen» sind seine Kolumnen für Manfred Papst von der «NZZ am Sonntag», und der «Tages-Anzeiger» schreibt: «Dank seinen träfen Kolumnen im ‹Migros-Magazin› geniesst Hausmann und Journalist Bänz Friedli Kultstatus.» Er war jüngster Gemeinderat der Schweiz, Lokalradiopionier und Fussballreporter, begeisterte in «Facts» mit grossen Musikreportagen aus Mali und Mississippi, feilte daneben aber seit 1985 auch an der kleinen Form. Nun legt Friedli ein zweites Hundert seiner «Hausmann»-Kolumnen vor, ergänzt mit Texten aus «Annabelle», NZZ und WoZ. «Sie sind vom praktischen Leben abgeschrieben und erweisen sich regelmässig als kluge und präzise Beobachtungen der Verhältnisse», befand der frühere Radioprogrammleiter Heinrich von Grünigen in seinem Blog. Seien die Themen noch so alltäglich – ein allzu flach geratener Hefezopf, Callcenteraufschwätzertypen, die immer just zur Mittagszeit anrufen, und Legoteilchen, die der Staubsauger verschluckt hat –, stets zielen die privaten Beobachtungen auch auf die Gesellschaft. «In Friedlis perfekt poliertem Küchenreich spiegelt sich die grosse Welt», schrieb Brigitta Niederhauser in «Der Bund». (20.00 Uhr)

DIESE SEITE WEITEREMPFEHLEN | Internationales Cartoon Festival Langnau Postfach 728 3550 Langnau info@cartoonfestival.ch
 
  Design & Technology by ZiC internet & communication AG, © 2012 Zollbrück, Switzerland.